Man sieht, dass man nix sieht. Zumindest nicht mein eigentliches Fotoobjekt, das Vogelhäuschen. Dafür steht das Klohäuschen noch. Als der Rest weggeräumt wurde, habe ich mich schon gefreut – allerdings zu früh, wie sich herausstellte.

Uuuund? Habe ich im Winter zu viel versprochen, als ich sagte, dass sich ordentlich was tun wird, hier am Bach? Ich war selbst wieder erstaunt, wie hoch das Schilfgras wird. Ich habe gar keine Punkte mehr, an denen ich mich beim Fotografieren orientieren kann, damit das Foto den vorhergehenden möglichst vom Ausschnitt her gleicht. Alle diese Punkte sind überwuchert.

Es war richtig was los, als ich mit meinem Fotoapparat dort gestanden bin. Der Wind rauschte in den Blättern, Hummeln brummelten um die Halme, irgendetwas anderes verursachte einen leisen, tiefen Brummton und immer wieder krabbelte einer der Bewohner des Schilfwaldes über die sonnenbeschienenen Blätter in ein anderes Schattenversteck. Einen habe ich mit meiner Kamera bei seinem Ausflug erwischt, den gibt es heute als Zugabe:
