Muschelglimmer

Archiv: Backen süß

Süße Brötchen mit Robert

Von Muschelglimmer - 19.März 2014, 09:11 Uhr

Wil(d)fried, die Traubensaftnase das Wildhefewasser, ist nicht der einzige neue Hausgenosse. Zur gleichen Zeit wie er zog auch Robert in meinen Kühlschrank ein. In den Achtzigern, und wohl auch später noch, wanderten Hermann, Robert und Kollegen schon einmal durch die Küchen. Von Sauerteig hatte ich damals noch nicht den geringsten Schimmer, die Interessen lagen ganz woanders. Deshalb hatte ich weder mit Hermann noch mit Robert oder Siegfried was am Hut. Aber mittlerweile bin ich der Sache gegenüber ja aufgeschlossen und daher empfing ich Robert gewissermaßen mit offenem Backofen. Ein Rezept wurde von Roberts Mama gleich mitgeliefert. Und so kommt es, dass ich am Sonntag schon die zweite Fuhre süßer Brötchen gebacken habe. Beim ersten Mal habe ich weiße Schokolade zum Teig gegeben. Diesmal kamen Rosinen hinein.

Rosinenbrötchen

Während Wil(d)fried still und leise in seinem Glas vor sich hinduftet und auf den nächsten Einsatz wartet, will Robert jeden Tag zumindest einmal kurz mit Aufmerksamkeit bedacht werden. Umrühren ist angesagt. Alle fünf Tage möchte er zudem ein wenig gefüttert werden und jeden zehnten Tag ist er dann nach dem Mahl und einem Verdauungsschläfchen einsatzbereit. Man kann ihn aber auch in Urlaub schicken. In der Arktis, sprich Tiefkühlfach, wartet Robert dann geduldig auf seinen nächsten Auftritt.

Rosinenbroetchenreiheklein

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Weihnachten tut dies bei mir ab irgendwann im November mit Puderzuckerstaub, Plätzchenkrümeln und Lebkuchenduft, nachdem ich zuvor meine vorhandenen Rezepte hervorgekramt, studiert und in eine Reihenfolge gebracht habe, die sich minütlich wieder ändern kann. Man darf bei der ganzen Sache, wie immer, das Internet als weitere Virenschleuder Ideengeber nicht unterschätzen. Dort neu gefundene Rezepte rangeln sich mit den Altbewährten um einen Platz in der Liste der zu backenden Köstlichkeiten. Nicht zu vergessen die, die es im letzten Jahr nicht mehr geschafft haben, gebacken zu werden, aber dieses Jahr unbedingt mal mit auf den Bredles-Teller müssten. Wer von den Hobby- und Heimbäckern kennt dieses Dilemma nicht?

Plätzchen habe ich jetzt noch keine, aber einen Stollen wollte ich dieses Jahr gerne selbst backen. Viele Jahre ist es her, dass ich mich als Stollenbäckerin versucht hatte. Ich weiß gar nicht, warum ich in den Folgejahren keine mehr gemacht habe. Als mir im Sauerteigforum nun der Christstollen mit Weizensauerteig unterkam, schnellte der sofort auf Platz 1 der weihnachtlichen Backliste.

Christstollen mit Weizensauerteig

Im Rezept sind 40 Gramm Marzipan angegeben, die in den Teig eingearbeitet werden. Die habe ich weggelassen und stattdessen 160 Gramm Marzipan (mehr war gerade nicht zur Hand) zu einer Rolle geformt zum Schluss mit einwickelt. Das nächste Mal kommen die gesamten 200 Gramm einer Packung hinein. Mindestens!

Christstollen Anschnitt

Der Stollen mit Weizensauerteig schmeckt tatsächlich ein wenig anders, als ein Stollen mit Bäckerhefe. Ich habe ihn einen Tag nach dem Backen angeschnitten, denn man will ja auch probieren. Gut, dass ich das Rezept nachgebacken habe, und ich bin gespannt, wie sich der Stollen geschmacklich noch entwickelt. Vorausgesetzt, er hat dazu genügend Gelegenheit.

Osterhasi…

Von Muschelglimmer - 09.April 2012, 22:31 Uhr

…und -lämmer!

Bei uns gibt es zwei kleine Schafherden, die im stetigen Wechsel auf den Wiesen rund ums Dorf herum grasen dürfen. Fast jeden Tag, wenn ich meine Runde mache, sehe ich zurzeit neue Jungtiere bei diesen Herden. Dieses Jahr wollte ich zu Ostern auch mal wieder Lämmchen in der Küche haben.

Ein Hase hat sich noch dazugesellt. Zum Anbeißen, oder?

Es ist ein altes Familienrezept, das gerne als Alternative zum Biskuitteig genommen wurde. Die Biskuitlämmer mochten wir Kinder früher nur ganz frisch gebacken, während dieser Haselnussrührteig auch noch am zweiten oder dritten Tag schmeckt. Für Kinder lässt man dann natürlich den Rum weg und nimmt dafür Milch. Ansonsten geht das Ganze so:

190 Gramm Butter
190 Gramm Zucker
5 Eier
190 Gramm Speisestärke (oder nur 95 Gramm, den Rest beim Mehl dazuschlagen)
190 Gramm Mehl
eine Prise Salz
190 Gramm gemahlene Haselnüsse
4 TL Vanillezucker
4 TL Backpulver
4 EL Rum

Aus den Zutaten einen Rührteig zubereiten, die Menge passt genau für zwei Lämmchenformen (1 Liter) und einen Hasen (0,5 Liter). Bei 180 – 200 Grad ca. 35 Minuten backen. (Nicht nur eventuell schwarze Ohren) mit Puderzucker bestäuben oder mit einem Guss nach Belieben bestreichen.

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