Muschelglimmer

Süßkartoffelbrötchen – Altrosa ist nicht altbacken

Von Muschelglimmer - 23.Juni 2017, 16:28 Uhr

Süßkartoffelbrötchen habe ich bereits ein paar Mal gemacht und hier und hier auch schon gezeigt. Wie beim ersten Mal gleich bemängelt, hatte mein Supermarkt früher nur zwei Sorten von Süßkartoffeln im Angebot. „Süßkartoffeln, wie gesehen“, das waren die Orangefarbenen und „Keine Süßkartoffeln“. Die orangefarbenen Knollen konnte man in der Folgezeit dann eigentlich immer kaufen. Aber vor ein paar Wochen gab es nun eine Süßkartoffel-Werbeaktion und es waren auch noch weitere Sorten zu bekommen. Sofort hatte ich mein Süßkartoffelbrötchen-Rezept vor Augen. Die orangefarbene Sorte kannte ich ja schon, die weiße Sorte habe ich gleich mal mangels Wow-Effekt links liegenlassen, denn – es gab auch eine violette Sorte. Nix wie ran an die Batate und ab damit in meine Küche!

Zuerst habe ich die Süßkartoffel geschält, was ich eigentlich nicht hätte machen müssen, nachdem ich die unschönen Stellen soweit weggeschnitten hatte. Dann habe ich sie in Wasser weichgekocht und mit der Gabel zerdrückt.

Ja, ich sagte es doch: Lüüla!

Nachdem ich den Brei unter den Teig geknetet hatte, prangte der in einem für Brötchenteige nicht alltäglichen Altrosa.

Der Teig für diese Brötchen ist ziemlich weich. Gar nicht so einfach, ihn nach der Kesselgare, also dem Gehenlassen direkt nach dem Kneten, zu runden Fladen zu formen und dabei so wenig Gärbläschen wie möglich zu killen. So wurden die Brötchen etwas unrund, aber die Verheißung auf eine lockere Krume blieb bestehen. Nachdem sie unter einem mit einem Platzset beschwerten Tuch gegangen waren, habe ich sie mit Wasser besprüht.


Dann ging´s in den Ofen. Es war spannend zuzusehen, wie sie sich machten. Ofenkino vom Feinsten! Und ich verrate das Ende schon vorher: Das Gute hat wieder einmal gesiegt! Man sieht schön, dass hier eine andere Farbe im Spiel ist.

Und die Krume? Die war herrlich locker und luftig. Und kräftig Altrosa, wie ich es mir erhofft hatte.

Die Süßkartoffel hat man auch herausgeschmeckt. Außergewöhnliche Farbe, dezent anderer Geschmack. Ganz alltägliche Brötchen sind das nicht.

Uta aus dem Sauerteigforum hat zu diesem Originalrezept bereits eine Variante mit Weizensauerteig bereitgestellt. Die kleinen Änderungen, die sie für sich und für mich bei der Variante mit Lievito Madre gemacht hat, wird sie in den nächsten Tagen ins Sauerteigforum einstellen und ich trage dann den Link dorthin hier nach.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Freitag, 23. Juni 2017 und wurde abgelegt unter "Backen, Küchentratsch". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

2 Kommentare

  1. Kommentar von sin-die-weck-weg:

    Das sieht absolut oberaffengeil aus!!!
    Super!!!

  2. Kommentar von Muschelglimmer:

    Hehe,gell? Hab mir schon überlegt, die mal zu ´nem Grillabend mitzubringen und ohne Vorwarnung einfach in den Brotkorb zu legen.

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