Muschelglimmer

Archiv: März 2015

Bärlauch-Grissini

Von Muschelglimmer - 29.März 2015, 15:09 Uhr

Knusper-knusper! Vor sechs Wochen zeigte ich Fotos vom sprießenden Bärlauch, jetzt habe ich ihn zum ersten Mal in diesem Jahr in der Küche verarbeitet. Den Anfang machen die Bärlauch-Grissini aus dem Sauerteigforum. Ja, hier kommt tatsächlich zusätzlich ein Klecks (Weizen)Sauerteig in den Teig, auch wenn die Grissini unter Hefeteig firmieren. Wer keinen Sauerteig hat, muss sich aber nicht grämen. Man kann sie auch ohne das Löffelchen Sauerteig backen.

BaerlauchgrissinisMaerz2015kl3

Aufbewahrt werden die Grissini bei mir in einer hohen runden Blechdose, in der ich zur Weihnachtszeit Plätzchen lagere. Allzu lange sind die Grissini da aber nicht drin, dafür werden sie viel zu gerne weggeknuspert.

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Karten basteln

Von Muschelglimmer - 20.März 2015, 18:29 Uhr

Dieser Tage habe ich mal etwas ganz anderes gemacht. Ich habe einen Workshop besucht, bei dem frühlingsfrische Geburtstagskarten gebastelt wurden.

Kartenzusammenkl

Man glaubt es kaum, aber auch Stempeln will tatsächlich gelernt sein. So kann man deutlich meinen Übereifer beim Stempeln der ersten Karte erkennen. Die Farbschliere vor dem Wort Geburtstag sollte eigentlich nicht sein. Dagegen hätte der Abdruck der „anhängenden Girlande“ unter dem Ballon ganz rechts viel besser zu sehen sein sollen. Ups, da war zu wenig Stempelfarbe am Stempel. Und über das Anpassen der Schneideform beim Ballon mit der Schleife will ich mal ganz schweigen. Wenn man mit solchem Werkzeug noch nie zuvor gearbeitet hat, kennt man die Eigenschaften, Kniffe und Tricks nun mal noch nicht.

Ballonganzkl

Hier sieht man schön die unterschiedlichen Ebenen der Karte:

Ballondetailkl

Die nächste Karte lässt sich hochkant aufklappen. Eine Blätterranke, ein netter Spruch, ein Herz mit Washi Tape, etwas Bäckergarn (na, das passt doch zu mir!), gestanzte Herzchen und Funkelsteinchen, fertig ist die Laube.

gruendrehtkl

Detailaufnahme:

gründrehtdetailkl

Die letzte Karte ist eigentlich nicht viel aufwendiger gebastelt. Die Farbspritzer sind mit einem Kleckse-Stempel entstanden, die Wimpel aus zwei Streifen Designerpapier, in die ich die Zacken am Ende frei von Hand hineingeschnitten habe. Der Spruch wurde zuerst in der einen Farbe plan auf ein Stück weißen Farbkarton gestempelt, dann noch einmal in einer zweiten Farbe auf ein weiteres Stück. Anschließend habe ich den ersten Spruch mit einer passenden Stanze ausgestanzt, vom zweiten Stempelabdruck nur das Wort Geburtstag mitsamt seinem hübschen Rahmen von Hand ausgeschnitten und dann das Ganze mit Abstandshaltern aufeinandergeklebt.

Wimpelkarteklein

Der Schmetterling ist aus einem Stück festem Pergamentpapier, das durch eine Prägeplatte diese erhabenen Punkte bekommen hat. Anschließend habe ich die Form mit einer Stanze ausgestanzt. Eine Halbperle gibt dem Schmetterling den letzten Schliff. Hier noch eine Nahaufnahme davon:

Schmetterlingdetailkl

Die Kartenbastelei hat mir viel Spaß gemacht. Als Neuling musste ich bei dem Workshop allerdings schon ein wenig schauen, dass ich mit den anderen Bastlerinnen, die mit den Materialien und Werkzeugen bereits mehr Erfahrung haben, Schritt halten konnte. Allein die ganzen neuen Namen. Nein, nicht die der anderen Mädels, die der Farben! Türkis beispielsweise heißt hier nämlich Jade, dieses Rosa hört auf Calypso und selbst Weiß ist nicht einfach nur Weiß sondern ….. pssst! ….. Flüsterweiß. Aber nachdem ich die ersten Stempelfarbflecken an den Fingern hatte, habe ich schon nicht mehr gefremdelt.

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Zum Abschluss der Schatzsuche habe ich dieses Vollkorn-Weizenmischbrot mit Weizensauerteig und Hefevorteig ausgebuddelt. Das Rezept habe ich innerhalb einer Woche nun schon zum zweiten Mal gebacken. Beim ersten Mal liefen mir beide Laibe im Ofen breit. Bevor ich Fotos machen konnte, legten mich irgendwelche linken Bazillen lahm. Die Brote wurden natürlich in der Zwischenzeit angeschnitten und gegessen. Deshalb, kaum wieder einigermaßen auf den Beinen, gestern also gleich eine Neuauflage. Schließlich brauchte ich einen Beweis, dass der Schatz gehoben ist. Diesmal packte ich einen Laib in den Kasten. Obwohl ich die Gehzeit auf eine Stunde verkürzt hatte – die Teiglinge waren bis dahin bereits zu doppelter Größe aufgegangen – lief mir das freigeschobene Brot wieder breit. Ich fand´s nicht nett, mein Mann dagegen freute sich erneut über die Mehrmenge an knuspriger Kruste. Also alles gut.

Gegenüber dem Originalrezept habe ich die Anstellgutmenge für den Sauerteig auf 24 Gramm und die Hefe im Vorteig auf 4 Gramm verringert. Den Esslöffel Weizenmalz habe ich durch einen knappen Esslöffel Gerstenmalzextrakt ersetzt. Beim zweiten Anlauf habe ich die Rezeptmengen um ein Viertel verringert. Falls man zwei freigeschobene, wanderlustige Laibe einschießt, besteht so die Hoffnung, dass auch ohne Pfannenwender-Nachhilfe wenigstens alles auf dem Backstein bleibt. Man muss sich nur zu helfen wissen…

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Dieses Brot gab nun den Ausschlag, dass ich in Zukunft wohl auch Vollkornmehle in meinem Vorrat haben werde. Bisher habe ich Vollkorn selbst gemahlen. Aber so sehr ich den Getreidemühlenaufsatz meiner Kenwood schätze, es braucht doch eine gewisse Zeit, wenn man mehr als zweihundert Gramm damit mahlen will. Die Kleie stört mich dabei nicht, aber ich muss die Körner zuerst schroten und dann das Mehl auf zwei, drei Schritte aufgeteilt durchlassen. Eine „richtige“ Getreidemühle kann über eine Menge von vier-, sechs-, achthundert Gramm nur ganz müde lächeln. Aber egal, schließlich hole ich meine anderen Mehlsorten auch im Mühlenladen, da bestelle ich einfach meine Vollkornmehle bei Bedarf dazu.

So und jetzt ist das Schatzsuche-Event also vorbei. Insgesamt wurden fünfundvierzig Brote nach Rezepten, die nach 2012 offensichtlich keine Beachtung mehr fanden, gebacken. Keiner der Mitbäcker hat einen kompletten Reinfall gemeldet, was doch sehr auch für die älteren Rezepte in unserem Forum spricht. Meine Nachbackliste ist durch diese Aktion dummerweise noch mehr angewachsen. Wir haben so interessante Brote gefunden, da fällt die Wahl schwer, welches zuerst in den Ofen wandern soll. Es bleibt also auf jeden Fall weiterhin abwechslungsreich in meinem Brotkorb.

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