Muschelglimmer

Bolo de caco

Von Muschelglimmer - 12.Januar 2014, 13:39 Uhr

Bolo de caco ist ein Süßkartoffelbrot, das traditionell auf Madeira gebacken wird. In der heimischen Küche kann man es nicht originalgetreu nachbacken, da in den allermeisten Fällen die dafür benötigte Steinpfanne und das offene Feuer fehlen werden. Deshalb findet man viele moderne Rezeptvarianten. In einer davon wird das Brot zu Brötchen oder kleinen Fladen. Außerdem benutzt man Lievito madre, ein fest geführter Weizensauerteig, der sich von meinem Weizensauerteig etwas unterscheidet. Lievito madre stand spätestens ab diesem Rezeptfund auf der Liste der Dinge, mit denen ich mich noch beschäftigen will. Weil es aber mit diesen Listen so eine Sache ist, blieb es erst einmal nur bei der Absicht. Bis heute.

Wer jetzt aber denkt, ich würde in diesem Beitrag stolz über meinen selbstgezogenen Lievito madre berichten, der irrt. Es ist immer noch kein grüner Haken dahinter. Stattdessen hat in der Zwischenzeit eine liebe Mitbäckerin aus dem Sauerteigforum (mit demselben Manko in Sachen Lievito madre) das Rezept umgemodelt. Jetzt wird mit Weizenanstellgut ein triebstarker Sauerteig hergestellt, der den Brötchen zu einer wunderbaren Krume verhilft. Bäckerhefe kommt keine mit hinein. Das erledigen alles die Sauerteighefen.

Bolo de caco1

Allein schon die Krumenfarbe macht die Süßkartoffelbrötchen besonders. Auch bei Süßkartoffeln gibt es verschiedene Sorten. Je nach Sorte fällt die Krumenfarbe anders aus. Zwar ist der Bekanntheitsgrad der Süßkartoffel in den letzten Jahren in Deutschland gestiegen, aber trotzdem bekomme ich in meinem Supermarkt nur zwei Sorten. „Süßkartoffeln, wie gesehen“ und „Keine Süßkartoffeln“, sonst könnte ich ein wenig mit den Farben spielen.

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