Muschelglimmer

Glückskekse

Von Muschelglimmer - 31.Dezember 2013, 11:53 Uhr

Neujahrswunsch2014Blog

Jetzt habe ich doch noch einen Beitrag dieses Jahr für Euch. Kurz vor Weihnachten bekam ich nämlich einen Keksstempel geschenkt. Das fand ich klasse, denn so musste ich mich nicht in den kalten Entzug begeben, was die Plätzchen- und Keksbäckerei betrifft. Immerhin muss ja dieser Keksstempel ausprobiert werden! Gelegentlich hatte ich schon gelesen, dass manchen die Schrift beim Backen verlaufen ist und so war ich sehr gespannt, ob es bei meinen Keksen klappen wird. Was lag näher, als das Rezept auf dem kleinen Beileger auf seine Tauglichkeit hin zu prüfen. Den Teig ließ ich gleich über Nacht im Kühlschrank. Am nächsten Tag war er zuerst sehr hart und nicht zu bearbeiten, aber nach ein paar Minuten und ein ganz klein wenig Herumgeknete ließ er sich auf der bemehlten Arbeitsfläche gut auswellen. Ich habe die Frischhaltefolie, mit der der Teig im Kühlschrank eingewickelt war, beim Auswellen benutzt und geschaut, dass die Teigplatte so groß wird, dass ich bei jedem Durchgang drei oder vier Kekse herausbekomme. Zum Ausstechen war ein Trinkglas vom blau-gelben Möbelhaus genau das Richtige. Ich notiere das Rezept hier, denn der Beileger ist so klein, der kann schnell mal verschwunden sein.

250 g Mehl
150 Butter
100 g Marzipan-Rohmasse
50 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker (ich habe einen gehäuften EL von meinem selbstgemachten Vanillepulver genommen)
1 Eigelb
1 Prise Salz

Das Eigelb habe ich zusammen mit der Marzipan-Rohmasse mit dem Zauberstab im Mixbecher kurz bearbeitet. So vermischen sich diese beiden Zutaten schon und die Marzipan-Rohmasse lässt sich meiner Meinung nach besser mit dem Rest verkneten. Den fertigen Teig sollte man mindestens 30 Minuten in Folie gewickelt kühlen, bei mir übernachtete er wie gesagt im Kühlschrank.

Zur Verarbeitung den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, den Stempel mit Stärke bepinseln, die Kekse damit stempeln und zum Schluss mit einem passenden Glas oder Ausstecher die gestempelten Teigscheiben ausstechen. Auf Backpapier geben, eventuell noch etwas kühl stellen, und bei 175 Grad Ober-/Unterhitze 12 bis 15 Minuten backen. Wenn noch etwas Bräune fehlt, für 2 bis 3 Minuten auf Umluft stellen.

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Der Teig ließ sich soweit ganz gut bearbeiten. Den Stempel habe ich nach jedem Keks wieder neu mit Maisstärke abgepinselt. Nach ungefähr der Hälfte des Teiges habe ich den Stempelfuß auch einmal kurz unter fließendem Wasser abgebürstet, damit sich nicht zu viele Fettrückstände ansammeln und die Schrift unscharf werden lassen. Kleinere Anhaftungen an den Buchstaben habe ich zwischendurch mit einem Zahnstocher entfernt. Gegen Ende, als sowieso nicht mehr viel Teig übrig war, wurde das Zusammenfassen nach dem Ausstechen schwieriger. Der Teig wird dann krümelig und will nicht mehr zusammenbleiben. Daher sollte man schauen, dass man in möglichst wenigen Durchgängen seine Kekse fertigbekommt. Bei mir kamen 20 Kekse heraus, angegeben waren 14 Stück. Da habe ich wohl mal wieder zu dünn ausgewellt. Aber ich finde sie so in Ordnung.

Weil ich beim ersten Mal meine Eier nicht alle in einen einzigen Korb legen wollte, suchte ich mir auf der Firmenseite gleich noch ein weiteres Rezept aus. Es ist ein dunkler Teig, mit einer entsprechenden Füllung kann man sich damit seine eigenen Oreo-Kekse zusammenbasteln. Für meine Probezwecke habe ich die Menge halbiert und der Füllung die kalte Schulter gezeigt.

100 g Butter
50 g Puderzucker
1 gehäufter TL Vanillepulver oder Vanillezucker
½ Eigelb (in einer Tasse Eigelb verkleppern und dann genau abwiegen)
15 g Kakao
138 g Mehl
ein paar Körnchen Salz

Mehl, Puderzucker und Kakao mischen und auf die Arbeitsfläche geben. Butter, Vanillepulver oder -zucker, Eigelb und Salz darauf verteilen und alles schnell zu einem Teig verkneten. Diesen mindestens 2 Stunden, gerne auch über Nacht, in den Kühlschrank legen. Zum Verarbeiten auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, Kekse stempeln und ausstechen. Auf Backpapier legen und bei 175 bis 180 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr 10 Minuten backen. Aus der Teigmenge habe ich 12 Glückskekse bekommen. Den Rest, der sich wie beim ersten Rezept nur noch schwer zu einem glatten Teig zusammenfassen ließ, habe ich mit dem hellen Teig verwurstelt und so noch irgendwie zwei marmorierte Stempelkekse herausgekitzelt. Und der wirklich allerletzte Rest wurde zu einem Restekeksknubbel. Hier wird meist nichts weggeschmissen.

gemischt620

Heute Abend nehme ich einen ganzen Schwung Glückskekse als Neujahrsüberraschung mit auf eine Silvesterparty. Gleich nachdem das neue Jahr begonnen hat, werde ich sie verteilen. Ich packe je einen Keks mit folgender Notiz zusammen ein:

SpruchSilvester2013fuerBlogmitSignatur

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes neues Jahr, angefüllt mit angenehmen Voraussagen, die unverzüglich eintreffen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 31. Dezember 2013 und wurde abgelegt unter "Backen, Küchentratsch". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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