Muschelglimmer

Archiv: Montag, 23. Dezember 2013

Ohne Plätzchen kein Weihnachten. Und ohne ganz bestimmte Plätzchen kann´s schon gar nicht Weihnachten werden. Hier in der Familie sind da wohl zu allererst Vanillekipferl zu nennen. Doppelte Menge, eh klar! Gebacken nach sorgfältig gehütetem Familiengeheimrezept, zu dem nur ich alleine Zugang habe und das jetzt wieder bis zur nächsten Weihnachtsbacksaison sicher im Tresor verschlossen ist.

VanillekipferlForumRahmen

Das einzige Detail, das ich von der Vanillekipferlbackerei verraten kann, ist, dass man hinterher Eiweiß übrig hat. Die fanden in Kokosmakronen ihre Verwendung.

Kokosmakronen2013mitwichtel


Bereits im frühen Oktober wird der Teig für Oma Friedas Lebkuchen angesetzt. Gebacken wird Ende November, Anfang Dezember.

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Dieses Jahr habe ich von meiner Schwester zu Beginn der Weihnachtsbacksaison blau-weißes Zuckerzeug bekommen, zusammen mit dem Wunsch, davon doch etwas auf den Plätzchen wiederfinden zu wollen. So habe ich meine künstlerischen Ausbrüche in blau-weiße Zuckerbahnen gelenkt. Weiter unten bekommt Ihr noch mehr davon zu sehen.

Mandelbusserl aus einer Zeitschrift standen dieses Jahr als Neuzugang auf meiner Backliste. Zuerst schmeckten sie etwas langweilig, nach einer gewissen Lagerzeit haben sie sich geschmacklich aber doch noch zum Guten hin verändert.

Mandelbussi

Das Magenbrot von lamiacucina war schon im letzten Jahr auf meinem Plätzchenteller vertreten.

Magenbrotblog

Bei mir sieht das Ganze sehr rustikal aus und erinnert vielleicht eher an Geröllbrocken, als an das Magenbrot vom Jahrmarkt. Das macht aber nichts, denn der Geschmack ist unbeschreiblich gut und hat auch nur entfernt Ähnlichkeit mit dem Jahrmarktsprodukt.

Eine andere Neuentdeckung der weihnachtlichen Backstube 2013 waren für mich die Lebkuchen-Brownies-Sterne. Man sticht die Formen erst nach dem Backen aus der Brownieplatte aus und hat dann mehr als genug Restekrümel übrig, um Lebkuchen-Brownie-Kugeln machen zu können, wie ich im ersten Teil ganz unten beschrieben habe.

Lebkuchen-Brownie-Sterne-und-Bluemchen2013

Die Husaren-Krapferln sind dieses Mal die einzige Sorte mit Marmelade auf meinem Plätzchenteller. Ich wollte noch Linzer Augen, Hildabredle, wie auch immer, backen, aber die Zeit reichte mir nicht mehr. Auch bei den Husaren-Krapferln bleibt Eiweiß übrig, das zu Kokosmakronen wurde.

Husaren-Krapferln2013

„Annas Elisenlebkuchen“ sind schon ein paar Jahre regelmäßig auf meiner Backliste. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal mit einer Lebkuchen-Glocke gearbeitet. Das Ergebnis sind schön gleichmäßige Lebkuchen, denen man die Handarbeit aber dennoch ansieht.

ElisenlebkuchenForum

Die Pfeffernüsse sind ein weiteres Rezept, das frühzeitig auf dem weihnachtlichen Backplan stehen sollte, denn der Teig sollte mindestens eine Woche bei Zimmertemperatur ruhen.

Pfeffernusscoll

Ich mag den außergewöhnlichen Geschmack dieser Plätzchen sehr. Sie sind mal etwas anderes als meine sonstigen Plätzchen.

Spekulatius habe ich dieses Jahr in zwei verschiedenen Versionen gebacken. Ich hatte diesen Teig schon im Kühlschrank, als eine liebe Mitbäckerin im Sauerteigforum ein anderes Rezept einstellte. Ich dachte mir, wenn ich schon mit den Spekulatiusformen zugange bin, dann kann ich auch noch die zweite Variante ausprobieren. Diese Entscheidung war keinesfalls ein Fehler, da beide Sorten sehr lecker schmecken.

Spekulatiuscoll

Buttergebäck, oder wie man bei uns im Badischen sagt, Buttergebackenes, darf natürlich nicht fehlen.

ButtergebackenesColl

Da hat ja sicher jeder sein eigenes und doch unterm Strich sehr ähnliches Rezept. Bei den Elchen, Glocken, Mäusen, Katzen, Monden und Bären und natürlich meinem Bienchen habe ich mich mit Zuckerguss und dem blau-weißen Zuckerzeug wieder künstlerisch verzetteln können.

Zum guten Schluss noch die Sorte, die für mich persönlich zu Weihnachten gehört wie der Christbaum und die Weihnachtskrippe. Ich liebe Zimtsterne.

Zimtsterne2013

Wer jetzt sagt, Zimtsterne sind doch eine diffizile Angelegenheit, der Teig klebt ohne Ende, die Baisermasse krümelt und löst sich vom Unterteil und und und, der probiere einmal dieses wunderbare Rezept aus. Die Zeit, die es braucht, die Teigsterne mit der Glasur sorgfältig zu bestreichen, sollte man einfach aufbringen. Belohnt wird man mit Zimtsternen, die schmecken und aussehen wie aus dem Märchenbuch.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein märchenhaftes Weihnachtsfest, besinnliche, ruhige und friedliche Tage und schon jetzt einen guten Rutsch. Ich freue mich, wenn Ihr auch im neuen Jahr ab und zu hier vorbeischaut.

Morgen ist Weihnachten und im Muschelglimmer-Blog sieht es aus, als hätte ich nichts zu dem größten aller Backevents des Jahres beizusteuern. Stimmt nicht. Ich habe sogar ziemlich viele weihnachtliche Leckereien vorzuweisen. Wollt Ihr sehen? Ja? Also los:

Dieses Jahr habe ich nach langer, langer Zeit wieder Christstollen gebacken. Anlass war ein Rezept aus dem Sauerteigforum, bei dem der Stollen nur mit Weizensauerteig als Triebmittel auskommt. Im November habe ich davon schon berichtet.

AnschnittStollen15Dez

Der erste Stollen hat uns so gut geschmeckt, dass ich noch einen gebacken habe, von dem jetzt auch nur noch die Hälfte übrig ist.

Ein Apfel-Zimtkuchen macht sich auf der adventlichen Kaffeetafel neben dem Christstollen ebenfalls gut.

Apfelkuchen15Dez213

Mit diesem Kuchen wurde meine neue kleine Auflaufform eingeweiht und die Verwandtschaft zum Kaffee beglückt.

Gestern, am vierten Advent, habe ich spontan Stollen-Twister gebacken. Mit dem Rezept kam Marla im Sauerteigforum noch kurz vor knapp um die Ecke.

Stollen-TwistervierterAdvent2013wenigerlicht

In der Nussfüllung habe ich zusätzlich etwas Orangeat versteckt, das von der Weihnachtsbäckerei übrig geblieben ist.

Zu Weihnachten gibt es nicht nur Gebäck, es haben auch Pralinen Hochsaison. Am besten natürlich selbstgemacht. Als Jugendliche habe ich einmal Rumkugeln gemacht, das ist mir noch vage in Erinnerung. Seitdem hatte ich keine Ambitionen mehr in dieser Richtung. Bis, ja, bis ich nach einer gewissen Sorte Plätzchen auf einmal eine Tüte mit Krümeln übrig hatte. Die riefen mir zu, dass sie eine Karriere als leckere Pralinenmasse anstreben würden. Deshalb also schnell ein Rezept herausgesucht und……

Nein, ganz so schnell ging es nicht mit dieser Sorte Pralinen. Denn in der Findungsphase kamen mir als Erstes Karibische Rumkugeln unter. Rumkugeln, die kann ich doch, dachte ich mir. Und mit Karibik kriegt man mich eh immer. Leider war die Masse auch nach einer Nacht im Kühlschrank für mich nicht gut zu formen. Zuerst bockelhart, ging sie, wenn ich sie zum Rollen portionsweise in der Hand hatte, schlagartig in einen fast flüssigen Zustand über. Am Ende habe ich mich mit einem Melonenausstecher beholfen, aber trotzdem haben meine Rumkugeln mehr Ecken, als man gemeinhin so annehmen würde. Geschmacklich allerdings dennoch top.

Karibische RumkugelnColl

Zurück zu den Krümelresten, die noch auf ihre Verarbeitung warteten. Dafür nahm ich mir dieses Rezept zur Brust. Statt der Löffelbiskuits, man ahnt es schon, hatten meine Restekrümel ihren großen Auftritt. Kein Vergleich zur ersten Masse, diese hier konnte man nach dem Kühlen sehr gut kugeln. Wer´s perfekt rund kann, der mache schöne runde Kugeln, bei mir, nun ja auch hier, liebevolle handwerkliche Abweichungen. Nach einer weiteren Kühlphase bekamen sie ein Vollmilchschokolade-Bad und zum Schluss mit weißer Kuvertüre eine Verzierung. Das mit dem Verzieren sollte ich noch etwas üben. Einmal im Jahr mit dem Spritzbeutel zu arbeiten, verschafft einfach keine Routine.

LBK

Und wisst Ihr was? Für die Plätzchen spendiere ich einen extra Teller beziehungsweise Blogeintrag.

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