Muschelglimmer

Archiv: Samstag, 9. November 2013

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Weihnachten tut dies bei mir ab irgendwann im November mit Puderzuckerstaub, Plätzchenkrümeln und Lebkuchenduft, nachdem ich zuvor meine vorhandenen Rezepte hervorgekramt, studiert und in eine Reihenfolge gebracht habe, die sich minütlich wieder ändern kann. Man darf bei der ganzen Sache, wie immer, das Internet als weitere Virenschleuder Ideengeber nicht unterschätzen. Dort neu gefundene Rezepte rangeln sich mit den Altbewährten um einen Platz in der Liste der zu backenden Köstlichkeiten. Nicht zu vergessen die, die es im letzten Jahr nicht mehr geschafft haben, gebacken zu werden, aber dieses Jahr unbedingt mal mit auf den Bredles-Teller müssten. Wer von den Hobby- und Heimbäckern kennt dieses Dilemma nicht?

Plätzchen habe ich jetzt noch keine, aber einen Stollen wollte ich dieses Jahr gerne selbst backen. Viele Jahre ist es her, dass ich mich als Stollenbäckerin versucht hatte. Ich weiß gar nicht, warum ich in den Folgejahren keine mehr gemacht habe. Als mir im Sauerteigforum nun der Christstollen mit Weizensauerteig unterkam, schnellte der sofort auf Platz 1 der weihnachtlichen Backliste.

Christstollen mit Weizensauerteig

Im Rezept sind 40 Gramm Marzipan angegeben, die in den Teig eingearbeitet werden. Die habe ich weggelassen und stattdessen 160 Gramm Marzipan (mehr war gerade nicht zur Hand) zu einer Rolle geformt zum Schluss mit einwickelt. Das nächste Mal kommen die gesamten 200 Gramm einer Packung hinein. Mindestens!

Christstollen Anschnitt

Der Stollen mit Weizensauerteig schmeckt tatsächlich ein wenig anders, als ein Stollen mit Bäckerhefe. Ich habe ihn einen Tag nach dem Backen angeschnitten, denn man will ja auch probieren. Gut, dass ich das Rezept nachgebacken habe, und ich bin gespannt, wie sich der Stollen geschmacklich noch entwickelt. Vorausgesetzt, er hat dazu genügend Gelegenheit.

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