Muschelglimmer

Pünktlich mit dem jungen Frühling….

Von Muschelglimmer - 17.März 2012, 17:57 Uhr

….bin ich wieder da.

Wo ich war? Na, nebenan in der Küche, was Neues ausprobieren. „Ach!?“, werdet Ihr jetzt sagen, „Beim Stricken stümpert sie noch so rum, schafft nichtmal zwünfunddrölfzig Maschen pro 3/4 Sekunde, keine neunundzwubzighundert Socken, Schals und Stulpen pro Monat und dann schon wieder was Neues?“ Na ja, man wird ja wohl mal zwischendurch Hunger kriegen dürfen, oder? Und deshalb dachte ich mir, guck doch mal, wie das so ist mit dem Brotbacken.

Schuld ist – wie so oft – das Internet. Kaum surfe ich mal wieder fröhlich in den digitalen WWWogen, schon treffe ich auf die tollsten Brotfotos. Ach, denke ich, das wär´s ja! Kann so schwer ja nicht sein. Oma, Gott hab´sie selig, hat früher auch manchmal selbst Brot gemacht. Die Oma wiederum war übrigens schuld (ja, ausnahmsweise mal nicht das Internet. Wie auch, gab´s ja da noch gar nicht), die Oma also war schuld dran, dass ich lange Zeit dachte, Brot k a n n man gar nicht daheim backen. Denn Oma brachte ihr Brot noch im Gärkörbchen zum Bäcker in die Backstube. Dort wurde es dann gebacken. So lief das. Und ich schnappte wohl irgendwie dabei auf: Brot kann man nicht daheim backen, der heimische Backofen tut´s nicht.

Brotbackautomaten, die irgendwann aufkamen, haben mich nie interessiert. Noch so´n Ding, das in der Küche rumsteht und Platz wegnimmt? Nö! Aber diese Brotfotos da im Netz, da war´s dann jedenfalls geschehen. Lange Rede, kurzer Sinn. Zum Jahresanfang gab´s im Hause Muschelglimmer einen guten Vorsatz, der da lautete: Sauerteig ansetzen! Aus dem Vorsatz wurde innerhalb von fünf Tagen ein gelungener Ansatz beziehungsweise Sauerteig und seit dem habe ich hier einen neuen Mitbewohner, der regelmäßig gefüttert und beschäftigt sein will.

Das mit dem „Kann so schwer nicht sein“ musste ich inzwischen korrigieren. Einerseits ist es tatsächlich kein Hexenwerk, das Brotbacken. Andererseits, sooooo einfach isses nu´auch wieder nicht. Es kommen, wenn man nicht gerade unfreiwillig die Granitausgabe fertigt, gleich lecker duftende, essbare Ergebnisse dabei rum. Allerdings hat Teig auch ein nicht zu unterschätzendes Eigenleben, das der eifrige Brotbackanfänger erst kennen- und beherrschenlernen muss.

Ruckzuck holt man also ein leckeres Weizenmischbrot aus dem Ofen. Von der einen Seite ganz nett anzusehen….

….aaaaaber die andere Seite, öha!

Macht nix, die Krume ist locker.

Noch was Schönes neben dem gratis Raumduft in der ganzen Wohnung beim Backen: Eventuelle Misserfolge können im Allgemeinen einfach aufgefuttert werden. Ja, da guckt jeder Schreiner neidisch, der kann das nicht! Aber was heißt hier auch Misserfolg? Ich habe mir sagen lassen, selbst erfahrenen Bäckern passieren Brotfehler, so wie auch dem langjährigen Strickass mal ein Projekt danebengeht, weil das verstrickte Garn sich anders verhält als erwartet.

Apropos Stricken. Tu ich auch wieder. Weil ich nicht gleich an den Socken weiternadeln wollte, die tatsächlich auch schon eine Weile *hüstel* angefangen im Strickkörbchen liegen, habe ich ein kleines Tuch angeschlagen. So als Fingerübung. Und zum Proben, ob ich die rechten und linken Maschen noch kann 😉

Nun denn, langsam und gemütlich geht´s weiter. Hier, auf´m Sofa beim Stricken, in der Küche beim Backen und wer weiß, was mir noch so alles einfällt. Vielleicht habt Ihr ja Lust, wieder mitzulesen. Ich würde mich freuen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 17. März 2012 und wurde abgelegt unter "Küchentratsch, Stricken, Tuch und Schal". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

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