Ich kenne Bigfoot doch gar nicht, warum stricke ich dann eigentlich Socken für ihn?
Ich hatte ja da diese Socke angefangen. Irgendwann vor vielen, vielen Wochen. Mein Mann hatte sie bestellt. In Größe 45/46. Bequem bitte. Erst meinte er ja zu meinen Strickambitionen: “Solang´ ich nix davon anziehen muss, mach….” Als er dann gesehen hat, dass meine ersten Socken gar nicht so übel waren, kam der Meinungsumschwung. Jetzt dann also doch auch für ihn. OK, man soll ja nicht nachtragend sein. Ich also nicht faul, schlag nach (im Buch) und schlag an (auf dem Nadelspiel). Nämlich 72 Maschen, laut meiner Sockentabelle passend für Größe 46/47. Vor dem Tuchfieber habe ich nämlich fest gestrickt. Sehr fest! Meine ersten Socken waren eher knapp ausgefallen. Und es sollte ja bequem werden für ihn. Deshalb also 72 Maschen.
Als ich jetzt wieder an der Socke weitergearbeitet habe, achtete ich extra darauf auch weiterhin fest zu stricken. Sehr fest! Das hat auch gut geklappt, fragt meinen Zeigefinger mit dem ich die nächste Nadel immer zurückschiebe und der davon ganz lädiert ist. Schaft, Bumerangferse, ein großes Stück vom Fuß, soweit, so gut.

Und als ich gestern Abend auf die glorreiche Idee komme (Guten Morgen, Else!) mal am lebenden Modell zu schauen, ob es wirklich so gut ist stellte ich dann fest: Nix passt! Der Fuss ist bereits zu lang, obwohl ich noch 0,5 cm unter der angegebenen Länge bin, die Ferse ist labbrig und der Schaft könnte auch besser an der Wade sitzen.
*seufz*
In Kanada nennen sie Bigfoot auch Sasquatch. Das ist indianisch und steht für “stark behaarter Mensch”. Hilft mir allerdings jetzt auch nicht weiter. Mein Mann hat durchschnittlich behaarte Beine und lebt, wie jetzt bewiesen, gar nicht auf so großem Fuße wie angenommen. Auch wenn ein prüfender Blick auf, in und unter eine Auswahl seiner Schuhe tatsächlich bestätigt, mal Größe 45 und mal 46, bunt gemischt. Aber laut nachgemessener Fußlänge und Blick in meine Sockentabelle hat der Gute so ca. Größe 42/43.
Hmmmm…..
Irgendeiner bescheißt doch da?

