Muschelglimmer

Pulswärmer Raspberry Sorbet

Von Muschelglimmer - 05.November 2017, 12:12 Uhr

Im Sommer gab es beim Drops Garnstudio einen Sonderverkauf für verschiedene Garne. Ich habe mir damals unter anderem ein Knäuel Alpaka in Aqua-grau bestellt, um zu testen, ob ich das Garn auf der Haut vertrage. Ebenfalls bei Drops habe ich das Muster für die Pulswärmer gefunden, die ich für diesen Test aus dem Alpakagarn gestrickt habe. Vermutlich wegen der dort gezeigten Farbe heißt das Muster Raspberry Sorbet.

Angeschlagen mit Bambusnadeln 3,5 und weitergestrickt mit 3,0er Rosenholznadeln. Das Diagramm F habe ich insgesamt nur 3x gestrickt, da das Bündchen für mich am Arm oben sonst zu eng geworden wäre. Die Gesamtlänge ist ca. 15 cm. Die Pulswärmer wiegen zusammen 23 Gramm.

Obwohl es sich im Knäuel angenehm und sehr weich anfühlt, juckte es dann doch am Handgelenk, als ich die fertigen Pulswärmer anprobiert habe. Allerdings hatte es damals auch um die 30 Grad, da ist Wolliges jeglicher Art auf der Haut eh nicht gefragt. Entgegen dem, was böse Zungen manchmal behaupten, bin nicht einmal ich eine solche Frostbeule, dass ich das dann bräuchte. Nicht bei 30 Grad!

Ich habe mir vorgenommen, die Pulswärmer sinnvollerweise bei Temperaturen um die 10 Grad wieder zu testen. Gar nicht so einfach, denn bisher zeigt sich der Herbst hier temperaturmäßig noch recht mild.

Mutter der Drachen

Von Muschelglimmer - 29.Oktober 2017, 11:40 Uhr

Mutter der Drachen, so heißt das Muster, nach dem ich dieses Paar Kurzschaftsocken gestrickt habe. Die Wolle habe ich schon sehr lange hier liegen. Ich muss damals einen Großeinkauf davon gemacht haben, denn bereits vor Jahren habe ich für meinen Schwiegervater aus dieser Wolle ein Paar Socken gestrickt. Und nach der Mutter der Drachen habe ich noch immer davon übrig. Macht aber nichts, schließlich ist die Wolle von angenehmer Qualität und lässt sich gut verstricken. Allerdings, fürs Musterstricken ist sie nur bedingt geeignet. Das hat mich in diesem Fall aber nicht davon abgehalten, die Kurzschaftsocken mit dem Drachenmuttermuster zu versehen. Schließlich tarnen sich Drachen manchmal gerne. Und Grün und Blau passt gut zum Drachenthema.

Angeschlagen habe ich 60 Maschen mit 2,5er Nadeln, dann einen Mausezähnchen…, Entschuldigung, ich meine natürlich einen Drachenzahnrand gestrickt.

Ein Mustersatz am Schaft, Herzchenferse und Bandspitze. Die Socken wiegen 56 Gramm bei Größe 38/39.

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Mein Combinatorics-Tuch ist fertig, gewaschen und gespannt. Und fotografiert. Spannen und Fotografieren waren doch tatsächlich am schwierigsten bei der Geschichte. Ich hatte ziemlich verdrängt, dass es reichlich Platz braucht, um so ein Tuch auf meine Spannmatten zu pinnen und das Ensemble dann in Ruhe trocknen zu lassen. Zum Spannen habe ich mir verschiedene Styroporplatten in unterschiedlichen Größen und eine Korkmatte zugelegt. Damit kann ich je nachdem, wie groß das zu spannende Teil ist und welche Form es hat, die passende Unterlage zusammenpuzzeln. Diesmal hat es sich glücklicherweise ergeben, dass wir den großen Esstisch in der Zeit nicht gebraucht haben und ich konnte meine Spannmatten dort drauflegen. Das schont den Rücken beim Festpinnen des Tuchs. Eine der Spannmatten, die zu weit überstand, weil die Breite des Tischs nicht ganz gereicht hat (zumindest nicht für Tuch UND Matte), habe ich mit der Querstrebe einer Stuhllehne abgestützt. So sah das dann aus:

Die hellen Flecken rechts sind von der Sonne. Ohne Sonne ist schlecht fotografieren, mit Sonne ist es aber auch nicht gerade einfach.

Als das Tuch trocken war, das nächste Problem. Wie kann ich es in ganzer Pracht aufs Bild bannen?

Es hatte in der Nacht zuvor ordentlich geregnet. Busch, Baum, Gras, alles nass. Ich brauchte also erst gar nicht zu überlegen, wo ich das Tuch draußen drapieren könnte. Ich musste meine Fotos drinnen schießen. Aber ich denke, man sieht doch, wie schön das Tuch geworden ist.

Ich mag jeden einzelnen Abschnitt des Musters. Sogar die Streifen in kraus rechts. Und das, obwohl ich kein so großer Fan von kraus rechts bin. Viele mögen es wohl, weil man dabei keine linken Maschen stricken muss. Dieser Vorteil wird für mich persönlich aber dadurch abgeschwächt, dass ich in der Folgereihe, in der ich dann linke Maschen vor mir habe und in diese einstechen muss, sehr aufpassen muss, um nicht irgendwo falsch einzustechen. Zwar kann ich auch glatt rechts nicht ohne hinzuschauen stricken, aber die linken Maschen richtig zu erwischen, um sie rechts abzustricken, fordert von mir doch noch einen Tick mehr Aufmerksamkeit. Ich werde wohl nie jemand, der Stricken und gleichzeitig Lesen kann. Muss ja aber auch nicht sein. Ich übe mich in der „Achtsamkeit des Strickens“. Schließlich stricke ich ja gerne und nicht ausschließlich nur, damit hinterher ein bestimmtes Teil dabei herauskommt.

Weil es so schön ist, noch ein paar Nahaufnahmen des Musters.

Das Tuch habe ich mit Sockenwolle gestrickt, genauer, mit Drops Fabel. Die Nadelstärke war 4,0. Den jeweils nicht benötigten Faden der anderen Farbe habe ich am Rand mit hochgenommen. Nur beim ersten Lace-Abschnitt nicht, dort habe ich den Faden noch abgeschnitten. Abgekettet habe ich nicht wie in der Anleitung angegeben durch Überziehen, sondern mit „Jeny’s surprisingly stretchy bind off“. Ursprünglich wollte ich die mittlere Größe stricken, aber da mir die Sache so viel Spaß machte, das Muster schön und eingängig zu stricken war und ich genug Wolle hatte, habe ich den letzten Clue noch dazugenommen und Größe L gestrickt. Das Tuch hat nach leichtem Spannen eine Spannweite von 200 cm und ist an der breitesten Stelle, also an der Spitze, 50 cm breit. Es wiegt ca. 170 Gramm.

Während ich diesen Blogbeitrag schreibe, habe ich dieses Tuch um die Schultern liegen. Die Enden kann ich wunderbar vorne verkreuzen. Auch wenn ich mich bewege, rutscht nichts herunter. Genau so soll es sein.

Auch der sechste Teil hat wieder Spaß gemacht. So viel Spaß, dass ich nach dem probeweisen Umlegen des Tuchs beschlossen habe, dass es gerne noch etwas größer werden kann und ich den siebten Teil doch auch noch mitstricke.

Tatsächlich mit dem Maßband ausgemessen habe ich es bisher nicht. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich groß die Tuchgrößen durch die jeweilige Fadenspannung und Strickfestigkeit ausfallen. Manche Mitstrickerinnen haben ihr Tuch bereits nach dem fünften Teil, der von der Designerin angedachten kleinsten Größe S, schon beendet. Damit hat die ein oder andere bereits die Länge erreicht, die die Designerin für Größe L angegeben hat. Ich will ein Tuch, dessen Enden ein Stück über den Brustbereich herunterhängen, wenn ich es mir locker um den Hals schlinge. Mit Größe M dachte ich erreiche ich dies. Aber da fehlen nun doch noch ein paar Zentimeter. Deshalb stricke ich weiter. Die Wolle sollte dafür eigentlich auch reichen. Wir werden sehen.

Das schöne Wetter am gestrigen Sonntag hat mich mit meinem Strickzeug raus auf den Balkon gelockt. Ich kam sehr gut voran, nur ein paar Reihen Kraus rechts haben noch gefehlt am Abend. Die habe ich heute Morgen noch gestrickt.

Leider ist der Himmel heute bedeckt, die Sonne hat nur mal ganz kurz herausgelinst. Aber da war ich noch nicht ganz soweit zum Fotografieren. Ohne Sonne wirken die Farben gleich ganz anders.

Mein Combinatorics-Tuch nach Hinweis Nummer 4:

Für die mittlere Größe, die ich zu Stricken geplant habe, ist die Hälfte bereits erreicht. Es stehen noch drei Teile aus. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Sommersöckchen

Von Muschelglimmer - 06.September 2017, 19:58 Uhr

In meinem Wollvorrat kullern ein paar Restknäuel Sockenwolle herum, übrig von Projekten, die ich vor Jahren gestrickt habe. Meist wartet auch auf diese Restknäuel irgendwo eine Anleitung, die wie für sie gemacht ist. Man muss sie nur entdecken. Bei meinen Feuerspitzen passen die Färbung der Wolle und das Muster sowie der Mustername wunderbar zusammen.

Ich mag diese Söckchen sehr. Mich erinnern sie an diese Feuerläufer, die barfuß über glühende Holzkohlestückchen laufen. Auch eine Art, warme Füße zu bekommen. Ich bevorzuge aber meine Söckchen. Das Muster ist einfach und machte mir bereits beim Stricken viel Spaß.

Dieses Restknäuel ist übriges nach einem Paar Armstulpen übrig geblieben, das ich im Dezember 2009 gestrickt habe. Die Stulpen gibt es noch, ich ziehe sie immer wieder gerne zum Autofahren an, wenn morgens das Lenkrad eiskalt ist.

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Dass ich auf Mysteries stehe, dürfte mittlerweile klar sein. Was diese speziellen Mysteries sind, habe ich auch schon erklärt. Man strickt oder häkelt nach einer Anleitung, die häppchenweise herausgegeben wird. Man sieht also erst zum Schluss, wie das Teil, das man da macht, genau aussieht. Und dann habe ich bei meiner Erklärung behauptet, dass man immerhin weiß, was man strickt oder häkelt. OK, das war nur die halbe Wahrheit.

Tatsächlich gibt es auch Mysteries, bei denen man gar nicht weiß, was da hinterher rauskommt. Eben das absolut mysteriöse Mystery. Da weiß man vorher wirklich nur, wieviel Garn in welcher Stärke man braucht und los geht´s. Find doch selber raus, was Du da fertigst! In der Ravelry-Gruppe mystery 220 (more or less) ziehen die das tatsächlich durch. More or less heißt mehr oder weniger, die 220 steht für 220 Yards Garn, was ungefähr 200 Metern entspricht. Man nadelt also immerhin nicht auf gut Glück ein riesengroßes Teil, mit dem man hinterher womöglich nichts anfangen kann. 200 Meter Garn zu verarbeiten ist jetzt nicht die Welt, da kann man sich schon mal drauf einlassen. Und genau das habe ich getan.

Alle paar Tage ein weiteres Stück der Anleitung und mehr und mehr erkennt man das, was da eben entsteht. Meistens. Das Mal zuvor, als ich nur fasziniert zugeschaut, aber nicht mitgemacht habe, war dem ein oder anderen bis zum Ende unklar, woran er sich nun erfreuen kann. Auch mir erschloss sich die Sache nicht ohne erklärendes Foto. Man kann ja vieles Stricken und Häkeln, ich staune da manchmal Bauklötze. Und nein, ätsch, ich verrate nicht, was da am Ende dabei rumkam. Aber ich enthülle Euch meine mysteriöse Mystery-Premiere, denn Anfang August hat die Neugier gesiegt. Das geforderte Garn hatte ich im Vorrat und ich habe den Blindflug mitgemacht. Zwei Farben wurden es einfach deshalb, weil ich Restgarn genommen habe. Den Zeitpunkt des Farbwechsels hat das Ende des Knäuels bestimmt.

Die Spekulationen gingen bald ziemlich einhellig in Richtung Omas Nachthäubchen. In dem Fall hätte ich mit meiner Farbwahl einen Volltreffer gelandet. Nach dem zweiten Hinweis hätte Oma allerdings schon einen ordentlichen Eierkopf haben müssen, damit ihr das vermeintliche Nachthäubchen nicht über die Augen rutscht. Der dritte Hinweis hat dann auf die richtige Spur geführt. Das einzige, was für mich, die ich bisher nicht so wahnsinnig viele Dinge genadelt habe, noch überraschend und unbekannt war, war der Abschluss in zweierlei Hinsicht. Hier mal die einzelnen Schritte zusammengefasst:

Tadaaaa: Eine Market Bag, also eine Markttasche, in der man seine Einkäufe vom Markt nach Hause tragen kann. Einen großen Kürbis oder eine Wassermelone würde ich allerdings nicht unbedingt reinpacken, außer man möchte austesten, wie dehnfähig die verwendete Baumwolle denn nun so ist. Aber für ein paar Äpfel, einen Salatkopf und ein Sträußchen Petersilie ist die Tasche allemal ausreichend.

Ich hatte mit einem einzigen Riemen zum Tragen der Tasche gerechnet, die zwei Trageschlaufen waren für mich ein kleines Aha-Erlebnis. Und ich hatte tatsächlich zuvor noch nie einen I-Cord-Abschluss gestrickt.


So eine Market Bag hätte ich wahrscheinlich nicht unbedingt in den nächsten Wochen gestrickt. Aber jetzt habe ich sie und ich finde sie wirklich nicht übel. Ich bin sicher, ich werde den Spaß mit dem absoluten Mystery bei Gelegenheit wieder mitmachen. Wer weiß, was Nützliches dabei herauskommt.

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Combinatorics MKAL – Clue 3

Von Muschelglimmer - 31.August 2017, 19:54 Uhr


Vor lauter Husch und Zack habe ich Teil zwei meines Mystery-Tuchs gar nicht gezeigt. Dies hier ist schon der Stand nach dem dritten Teil. Das Muster strickt sich flott weg, die krausen Reihen ja sowieso. Morgen Abend wird Teil vier des Musters veröffentlicht. Ich freue mich schon drauf.

Geburtstagssocken

Von Muschelglimmer - 27.August 2017, 07:36 Uhr

Im letzten Beitrag war die Rede von Geburtstagssocken, bei denen ich zwei Farben verwendet habe. Diese Socken möchte ich heute zeigen. Sie sind für einen guten Freund, dem ich bereits mehrere Paare geschenkt habe.

Socken in Größe 46/47 dauern immer eine ganze Weile. Nicht nur bei mir. Es ist halt doch ein ganzes Stück mehr zu stricken, als bei Größe 38 oder 40. Weil ich aber rechtzeitig angefangen habe, wurden sie sogar schon einige Zeit vor dem Geburtstag fertig. Ich wollte sie nur noch nicht hier einstellen, um nicht eventuell die Überraschung zu verderben. Für die Spitze musste ich auf ein Restknäuel schwarzer Wolle zurückgreifen. Es war das erste Mal, dass die Wolle nicht gereicht hat. Ich hatte gar nicht vermutet, dass das Muster so viel Wolle frisst. Es nennt sich „Kleine Quadrate“, aber weil meine Wolle so schön grau war, heißen die Socken bei mir nur „Kleine graue Zellen“.

Mittlerweile habe ich die Rückmeldung bekommen, dass die Socken sehr gefallen und auch wieder prima passen. So macht die Sache Spaß!

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