Muschelglimmer

Django geht grillen

Von Muschelglimmer - 20.Mai 2013, 20:40 Uhr

Grillen heißt für mich angenehme Temperaturen, natürlich kein Regen, von der (Abend)Sonne geküsst werden, gemütlich draußen sitzen, essen, schwatzen. Dazu gehört der Geruch des Grillfeuers und des Grillguts, verschiedene leckere Sommersalate, bis zu vorgerückter Stunde ohne Frösteln sitzen bleiben können, höchstens mit einem leichten Pulli oder einem Tuch etwas gegen die Abendkühle tun müssen….

Bisher war das Wetter ja aber eher so, dass man sich allenfalls im dicken Pulli, mit Ostfriesennerz und Stiefeln bekleidet, nah ans Grillfeuer hätte setzen wollen. So hätte man immerhin den Steaks und Würstchen Aug in Aug beim Garen zuschauen können. Kein Gedanke davon, gemütlich am Tisch zu sitzen, die Beine weit von sich gestreckt. Ein kühles Getränk sollte mindestens in Reichweite sein, wenn wir Frauen in die Sonne blinzelnd den Schwalben beim Fliegen zusehen und ratschen, während die Herren der Schöpfung ihre seit Anbeginn der Zeit zugewiesene Aufgabe am Grill erledigen (das Steak ja nicht schwarz werden zu lassen!). Gut, wir sind halt Warmduscher in Sachen Grillen. Bei unter 20 Grad weiß ich drinnen küchentechnisch anderes anzustellen und der Elektroherd darf noch nicht in die Teilzeit-Sommerpause.

Aber am Samstag war es endlich nun doch soweit und wir haben mit unseren Freunden den ersten Grillabend 2013 ausgerufen. Beim Vorbereiten der Grillmarinade mit dem malerischen Namen „Rio Grande“ wanderten meine Gedanken vom besagten Fluss zum Western allgemein und landeten schließlich bei Django. Ihr wisst schon, der staubige, mürrische Cowboy: Django zahlt heute nicht. Django hat Monatskarte! Auch wenn ich mir Django gut im Cowboy-Regencape, den Hut tief in die Stirn gezogen, bei strömendem Regen am fast abgesoffenen Lagerfeuer vorstellen kann, ich denke, auch Django grillt lieber bei schönem Wetter. Und seine Grillmarinade hätte sicher einen markig-malerischen Namen wie Rio Grande. In Erinnerung an „…damals, achzehnmurmelmurmel, als ich mit Arizona-Joe bei El Paso… brummelknurr…“. Von der Marinade kann man übrigens gleich etwas mehr machen, falls man später gerade mal keine Zeit hat in der Küche zu stehen, weil man beispielsweise eine Meile nördlich vom Little Barbecue Creek in einer Schlucht von Banditen eingekesselt ist. Oder weil man sie als Grillsauce auch zu den fertigen Steaks reichen kann.

8 Knoblauchzehen
4 Zwiebeln
8 EL Bratöl
180 g brauner Zucker
400 g passierte Tomaten
8 TL Salz (ggf. etwas weniger)
4 TL frisch gemahlener Pfeffer
5 EL Rotweinessig
3 EL Worcestersauce
10 EL Whisky
3 TL selbstgemachtes Gemüsepulver
¼ TL Chilipulver
¼ TL Selleriepulver

Knoblauchzehen und Zwiebeln fein würfeln und im erhitzten Öl ein wenig dünsten. Den braunen Zucker und kurz darauf die passierten Tomaten dazugeben und alles ungefähr 5 Minuten köcheln lassen.

Danach mit Salz, Pfeffer, dem Essig, der Worcestersauce und dem Whisky abschmecken. Dabei aufpassen, dass Arizona-Joe den Whisky nicht schon vorher leertrinkt. Mir fehlte noch etwas beim Geschmack, beziehungsweise fand ich das Ganze etwas zu süßlich, deshalb habe ich noch von meinem selbst gemachten Gemüsepulver (gefunden hier) und ein klein wenig Chili- und Selleriepulver dazugegeben. Warm schon gut, aber abgekühlt hat mir die Grillsauce noch besser geschmeckt.

Mit dieser abgekühlten Marinade habe ich unsere Steaks eingelegt und über Nacht ziehen lassen. Was übrig war, habe ich noch einmal kurz aufgekocht und dann in zwei kleine Gläschen gefüllt, so sollte nichts passieren, wenn man sie doch etwas länger aufbewahrt. Ein Gläschen ist davon jetzt noch da. Das Originalrezept stammt aus Heft 3/13 – Meine Familie und ich. Die Menge reichte für 6 Steaks und die erwähnten zwei Gläschen.

Das Rezept für den ungewöhnlichen Ketchup habe ich letztes Jahr schon hier gefunden, aber die Rhabarberzeit war um, bevor ich dazu kam, es nachzumachen. Banditen waren dabei keine im Spiel. Dieses Jahr stand der Ketchup gleich auf dem Plan und ich kann nach dem ersten Einsatz sagen, dass ich davon definitiv noch mehr machen werde. Er soll in Schraubgläsern aufbewahrt ebenfalls einige Monate haltbar sein.

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Früüüühling!

Von Muschelglimmer - 23.März 2013, 08:02 Uhr

Auch wenn man noch nicht wirklich daran glauben mag, wenn kalter Wind in Backen und Ohrläppchen beißt und morgens Autoscheiben immer noch freigekratzt werden müssen – der Frühling lässt sich nicht mehr verleugnen. Knospen werden immer dicker, Gräser wachsen und der Bärlauch malt die ersten Waldflächen grün. Da konnte ich nicht widerstehen und habe mir ein paar Blättchen mit nach Hause genommen. Heute gibt´s die erste Bärlauchbutter des Jahres, wie von meinem Mann gewünscht auf frischen Krustenbrötchen.

Krustenbrötchen

Von Muschelglimmer - 20.März 2013, 18:23 Uhr

Gestern war mir spontan nach Brötchen. Meine Wahl fiel auf die Krustenbrötchen von Amboss. Die Art, wie man sie formt, war mir völlig neu. Und obwohl ich mich brav an die schön bebilderte Anleitung gehalten habe, sahen meine Brötchen am Ende nicht ganz so aus, wie das Vorbild. Aber überzeugt haben sie trotzdem auf ganzer Linie.

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Flocken

Von Muschelglimmer - 14.März 2013, 09:03 Uhr

Langsam habe ich echt genug von Flocken. Jedenfalls von denen, die weiß und kalt vom Himmel fallen. Während ich dies schreibe, scheint bei uns die Sonne vom fast blauen Himmel. Aber dass niemand gar zu sehr Frühlingsgefühle bekommt, wirbeln gleichzeitig ein paar Schneeflocken durch die Luft.

Gegen Flocken im Geldbeutel habe ich natürlich nichts. Auch nicht gegen 3-Korn-, 4-Korn- oder 5-Korn-Flocken. Schon gar nicht, wenn sie in einem schönen Brotrezept von Marla eine Hauptrolle spielen. Ich habe 5-Korn-Flocken verwendet, neben Hafer-, Gersten-, Weizen- und Roggenflocken sind da noch Reisflocken enthalten.

So mag ich auch die nächsten Monate Flocken. Alles klar, Petrus?

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Frohe Weihnachten 2012

Von Muschelglimmer - 24.Dezember 2012, 19:13 Uhr

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Myra

Von Muschelglimmer - 07.Dezember 2012, 14:00 Uhr

Wer in “unserer Ecke” der Türkei Urlaub macht, der kommt um einen Besuch von Myra eigentlich fast nicht herum. In Myra gibt es berühmte Felsengräber.

Gleich daneben befinden sich die Überreste eines römischen Theaters.

Sehr beeindruckend die in Stein gehauenen Masken und Verzierungen, die noch restauriert werden.

Myra ist aber natürlich bei uns auch berühmt wegen ihm:

Kennt Ihr nicht???? Dooooooch!!!!

Jetzt vielleicht?

Immer noch nicht?

Aber jetzt! Sag ich doch.

Die Kirche in Myra, wo Nikolaus Bischof war, war jahrhundertelang im Schlamm versunken. Gerade aktuell finden wieder Ausgrabungen statt.

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Ausflug nach Kekova

Von Muschelglimmer - 08.November 2012, 14:59 Uhr

Nachdem dies unser erster Besuch in der Türkei war, wollten wir natürlich auch ein wenig vom Land sehen. So machten wir einen Busausflug nach Kekova. Die Gegend dort ist sehr fruchtbar. Es gibt viele Gewächshäuser, in denen unter anderem Tomaten wachsen.

Kekova ist eine Insel direkt vor der Küste vor dem historischen Simena, heute Kaleköy. Bei einem Erdbeben (im 2. Jahrhundert nach Christus) versanken Teile der Insel und des antiken Ortes im Meer. Noch heute sieht man Treppen, Fensterhöhlen und Mauerreste über und unter Wasser. Neue Häuser wurden einfach zwischen und über die alten zerstörten Häuser gebaut. Auch sieht man dort viele lykische Sarkophage stehen.

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Unverhofft kommt oft

Von Muschelglimmer - 01.November 2012, 17:24 Uhr

Ich mache gar nicht viele Worte drumherum. Diesmal kam´s unverhofft plötzlich und toll: Urlaub!

Ausblick auf Antalya-Lara:

Noch mehr Aussicht:

Wenn es dunkel war, sah das Nachbarhotel besonders hübsch aus

Wir konnten von unserem Balkon aus sogar die startenden und landenden Flugzeuge beobachten

Den Farbwechsel habe ich versucht festzuhalten, leider hat das nicht so hingehauen. Live sah das richtig toll aus!

Ich bin ja keine, die nun immer, unter allen Umständen, egal wo stricken muss. So hatte ich auch diesmal Wolle und Stricknadeln nur für den Fall mitgenommen, dass mir das Lesefutter ausgehen sollte, es tagelang Bindfäden regnen würde, mir der Anblick des Meeres langweilig werden würde (ich weiß gar nicht, ob das wirklich passieren könnte), kurzum für “sonstige Notfälle”. Nachdem ich dann einige Abende lang vor dem Zubettgehen noch das farbwechselnde Lichterspiel des Nachbarhotels auf mich habe wirken lassen (so ein letzter Absacker auf dem Balkon hat echt was), fühlte ich seltsamerweise das unwiderstehliche Bedürfnis, Wolle und Nadeln auszupacken. Wie es der Zufall nämlich wollte, hatte ich Wolle mit ähnlichem Farbwechsel eingepackt.

Das Foto entstand in “unserem” Strandpavillon. So sah der übrigens vollständig aus, ein Hüttchen mit zwei Liegen davor. So konnte man je nach Sonnenbedarf und Laune drinnen oder draußen liegen.

Impressionen

Temperaturanzeige im Eingangsbereich des Hotels (Schattenseite). Temperaturen, wie ich sie mag!

Zwei Tage später im Eingangsbereich:

Gleich mal in der Sonne am Pool gucken………Na also, geht doch! :-D Auf der Liege unter einem Sonnenschirm, ein kühles Getränk neben sich, Pool oder Strand nur ein paar Schritt entfernt, so lässt es sich aushalten.

Es kommen noch mehr Bilder, schließlich haben wir uns nicht nur im Hotel aufgehalten. Nur, fotografieren geht viel schneller als sichten, auswählen, mit Signatur versehen und einstellen.

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Geburtstagssocken

Von Muschelglimmer - 26.August 2012, 16:13 Uhr

Auch dieses Jahr gab es zum Geburtstag unseres Freundes wieder Socken. Er weiß meine Handarbeit zu schätzen und freut sich über jedes neue Paar.

Dieses Muster habe ich schon einmal für mich gestrickt. Ich finde, es passt sowohl für Damen- als auch Herrensocken. Nur diesmal habe ich eine Herzchenferse und eine normale Bandspitze gestrickt. Die Wolle ist von Zitron, Maxima Trekking, gestrickt mit 2,5er-Nadeln, Sockengröße 46/47.

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Bauernbrot statt Grillbrot

Von Muschelglimmer - 12.August 2012, 10:50 Uhr

Vor lauter anderen Terminen und weil auch das Wetter zuverlässig zu den Wochenenden immer etwas zu wünschen übrig lässt, bleibt der Grill leider kalt. So war auch diese Woche statt Grillbrot anderes Brot gewünscht. Meine Wahl fiel auf ein Bauernbrot mit Mehlkochstück aus dem Sauerteigforum.

Am Anschnitt gab es ein paar “Riwwelen”, obwohl das Brot ausgekühlt war. Macht nix, schmeckt gut!

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