Muschelglimmer

Rosarote Rhabarberlimonade

Von Muschelglimmer - 17.Mai 2012, 18:27 Uhr

Schon längere Zeit ist mein Durstlöscher fast ausnahmsweise Blubberwasser pur. Cola & Co gibt es im Hause Muschelglimmer sowieso meist nur noch in Ausnahmefällen und irgendwann war ich auch mit Säften und Fertigsirups in allen Geschmacksrichtungen durch. Alles getrunken, alles gehabt, nichts hat mehr gereizt. Während sich mein Mann weiterhin fröhlich quer durch den Saftladen süffelte, kam in mein Glas nur noch Sprudelwasser. Doch jetzt finde ich im Netz immer mal wieder Rezepte für selbst gemachten Sirup und plötzlich war er da, der Reiz, das mal auszuprobieren.

Rosa Rhabarberlimonade machte den Anfang in meiner Küche. Dieses Rezept von “Essen ohne Grenzen” ist unkompliziert, schnell gemacht und das Ergebnis ist eine leckere Limonade, mit der ich meinem Wasser einen feinen, frühlingsfröhlichen Geschmackskick verpassen kann. Na, das isses doch!

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Hattu Möhrchen?

Von Muschelglimmer - 02.Mai 2012, 19:00 Uhr

Grillzeit

Von Muschelglimmer - 02.Mai 2012, 11:38 Uhr

Gestern haben auch wir endlich die Grillsaison 2012 eröffnet. Petrus hat sich an unsere Abmachung gehalten und schickte Sonne und Wärme zum Draußensitzen, ich habe die passenden Brote beigesteuert.

Pain Paillasse – in den Teig habe ich zusätzlich noch etwas Schafskäse-Gewürzmischung und Stückchen von in Öl eingelegten, getrockneten Tomaten gegeben.

Das Wein-Zwiebel-Speck-Brot kam unverzüglich auf die Wiederholungsliste. Sowas von lecker!

Also Petrus, wie ausgemacht, bitte einen schönen, langen Sommer mit vielen Gelegenheiten zum Grillen. An passenden Brotrezepten wird es mir nicht mangeln, denn im Sauerteigforum startete gestern unser zweites Event “Meine liebsten Sommerbrote”. Regle Du das mit dem schönen Wetter, meine Nachbackliste zum Auffüllen und Abarbeiten liegt schon bereit.

Diesen Frühling bin ich auf den Geschmack gekommen – rhabarbertechnisch gesehen. Obwohl ich nicht sagen kann, dass ich je irgendwelche Vorbehalte gegen Rhabarber gehabt hätte, habe ich ihn doch noch nie selbst verarbeitet. Aber jetzt kam ich irgendwie an den knackigen Stangen nicht mehr vorbei. Heute gab es beispielsweise zum Sonntagnachmittagstee Rhabarbermuffins mit Zimtkruste:

Buttermilch-Haferflocken-Brötchen gab es dagegen gestern schon.

Ein schönes Rezept, wenn es mal schnell gehen soll. Wir hatten nämlich recht kurzfristig beschlossen, nicht zu kochen sondern kalte Küche zu machen. Verschiedene Termine standen außerdem an. Nur, kein Brot, keine Brötchen, nix mehr im Brotkasten. Etwas auftauen? Nö, lass mal, ich hab´ da doch ein Rezept…..

Die Brötchen haben überzeugt und sind ab sofort für “FixFertigFälle” vorgemerkt.

Nicht ganz so fix (mal wieder), aber immerhin nur noch ein paar Reihen, dann ist auch das kleine Tuch fertig. Gerade rechtzeitig für kühle Frühlingsabende oder so.

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Körnerbrot und Brötchen

Von Muschelglimmer - 10.April 2012, 07:43 Uhr

Im Sauerteigforum läuft zurzeit ein “Event” das da heißt “Schon ewig auf der Liste – endlich fällig”. Man backt (ein, wer will auch mehrere) Brote, die schon lange Zeit auf der eigenen Nachbackliste stehen, aber bisher nicht gemacht wurden. Weil ich noch nicht lange Brot backe, steht bei mir demzufolge noch kein Posten so richtig ewig lang auf der Liste, aber mengenmäßig ist doch schon etwas zusammengekommen. Und ein Rezept liegt hier bereits eine ganze Weile ausgedruckt herum. Da kommt mir diese Aktion doch gerade recht und die Rietberger Kruste in den Ofen.

Übrigens sehen wir das Ganze nicht so streng und es sind auch andere Backwaren beim Event zugelassen. Zum Beispiel wenn jemand, sagen wir mal, schon jahrelang keine Osterlämmchen mehr gebacken hätte. In diesem Fall gilt, Backware ist Backware.

Wo der Ofen dann schon mal an war, habe ich gestern auch noch Weltmeisterbrötchen gebacken.

Warum sie Weltmeisterbrötchen heißen? Vielleicht weil man futtert wie ein Weltmeister, da sie so gut schmecken?

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Osterhasi…

Von Muschelglimmer - 09.April 2012, 22:31 Uhr

…und -lämmer!

Bei uns gibt es zwei kleine Schafherden, die im stetigen Wechsel auf den Wiesen rund ums Dorf herum grasen dürfen. Fast jeden Tag, wenn ich meine Runde mache, sehe ich zurzeit neue Jungtiere bei diesen Herden. Dieses Jahr wollte ich zu Ostern auch mal wieder Lämmchen in der Küche haben.

Ein Hase hat sich noch dazugesellt. Zum Anbeißen, oder?

Es ist ein altes Familienrezept, das gerne als Alternative zum Biskuitteig genommen wurde. Die Biskuitlämmer mochten wir Kinder früher nur ganz frisch gebacken, während dieser Haselnussrührteig auch noch am zweiten oder dritten Tag schmeckt. Für Kinder lässt man dann natürlich den Rum weg und nimmt dafür Milch. Ansonsten geht das Ganze so:

190 Gramm Butter
190 Gramm Zucker
5 Eier
190 Gramm Speisestärke (oder nur 95 Gramm, den Rest beim Mehl dazuschlagen)
190 Gramm Mehl
eine Prise Salz
190 Gramm gemahlene Haselnüsse
4 TL Vanillezucker
4 TL Backpulver
4 EL Rum

Aus den Zutaten einen Rührteig zubereiten, die Menge passt genau für zwei Lämmchenformen (1 Liter) und einen Hasen (0,5 Liter). Bei 180 – 200 Grad ca. 35 Minuten backen. (Nicht nur eventuell schwarze Ohren) mit Puderzucker bestäuben oder mit einem Guss nach Belieben bestreichen.

Allium ursinum – Bärlauch

Von Muschelglimmer - 07.April 2012, 11:37 Uhr

Letztes Wochenende war ich bei einer Bärlauchwanderung dabei und habe mir das mal ganz genau zeigen und erklären lassen. Es gibt ja ein paar Pflanzen, die man mit Bärlauch verwechseln könnte, wenn man draußen im Wald sammelt. Maiglöckchen zum Beispiel. Aber auch die Herbstzeitlose und unter Umständen der Gefleckte Aronstab.

Bei dieser Wanderung nun bekamen wir von erfahrenen Leuten genau die Merkmale der verschiedenen Pflanzen erläutert. Toll fand ich, dass man uns extra auch eine Herbstzeitlose vor Ort gezeigt hat. Ich bin dieser Pflanze nämlich bisher noch nie bewusst begegnet. Und es ist doch etwas anderes, wenn man sie sich im Internet oder sonstwo auf Fotos anschaut. Ebenfalls gut war, dass auch darauf hingewiesen wurde, dass man als Sammler doch bitte darauf achten soll, die Bestände zu schonen. Also nur für den jeweiligen Bedarf sammeln, nicht die ganze Pflanze ernten sondern nur jeweils ein Blatt, möglichst wenig drum herum zertrampeln… Leider achten auch manche “Naturfreunde” erschreckend wenig auf solche Dinge.

Nach der Wanderung wurde der gesammelte Bärlauch verwertet. Es gab ein einfaches Bärlauchsüppchen und anschließend Bärlauchnudeln. Die gesamte Gruppe war sich einig: Seeeeehr lecker!

Ich bin mir nach diesem Nachmittag nun soweit sicher, dass ich selber sammeln kann. Das Beste aber ist, dass auch mein Mann interessiert war, diese Bärlauchgeschichte mitzumachen und ich in puncto Bärlauch oder nicht eine zweite Meinung einholen kann.

Klar, dass es diese Woche das erste Mal Spaghetti mit selbst gemachtem grünem Pesto gab:

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Passend zur Jahreszeit

Von Muschelglimmer - 24.März 2012, 19:51 Uhr

Diese Woche gab es zwei Brote. Die Rezepte dazu habe ich von www.der-Sauerteig.de. Dort bekommt man neben vielen schönen Rezepten zu allen Fragen rund um den Sauerteig kompetent und freundlich Antwort und Hilfe.

Paderborner Landbrot

Das Paderborner ist ein gutes Anfängerbrot. Sauerteig und Vorteig am Abend vorher ansetzen, die Knetarbeit später macht meine Küchenmaschine. Teigruhe, die richtige Gare abwarten, ab in den Ofen. Das klappt schon ganz gut. Ich hätte nicht gedacht, dass mir Roggenbrot mal so gut schmeckt. Die gekauften dunklen Brote fand ich nie so lecker, sie waren mir immer zu bitter, vor allem der Rand.

Und hier, passend zur Jahreszeit, die „Frühlingssonne“, ein Mischbrot 50:50 mit Sonnenblumenkernen, Leinsamen und Sesam. Leider sind bei meinem Exemplar die Sonnenstrahlen nicht ganz so ausgeprägt, aber man kann sie doch ein wenig erkennen.

Frühlingssonne

Die Frühlingssonne ist ein helleres Brot mit Sauerteig, Vorteig und Quellstück. Momentan komme ich hier an meine Grenzen, denn ich empfinde den Teig als ziemlich klebrig. Nachdem er ausreichend geknetet wurde (ein Hoch auf meine Küchenmaschine!) und geruht hat, muss man den Teig wirken, also in Form bringen. Tja, nur wie, wenn alles an Handflächen und Fingern beppt? Reichlich Mehl auf die Arbeitsfläche? Nicht optimal, denn man arbeitet so zusätzliches Mehl in den Teig mit ein und bringt dadurch unter Umständen das ganze Gleichgewicht des Rezeptes durcheinander. Also Hände und Arbeitsfläche anfeuchten. Eine glitschige Angelegenheit, war aber erfolgsfördernd. Beim ersten Mal, als ich die Frühlingssonne gemacht habe, ist sie mir noch breiter gelaufen. Dieses Mal bin ich mit ihr eigentlich schon eher zufrieden.

Wie bei allem, Übung macht auch hier den Meister. Ich bleibe dran! :D

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….bin ich wieder da.

Wo ich war? Na, nebenan in der Küche, was Neues ausprobieren. “Ach!?”, werdet Ihr jetzt sagen, “Beim Stricken stümpert sie noch so rum, schafft nichtmal zwünfunddrölfzig Maschen pro 3/4 Sekunde, keine neunundzwubzighundert Socken, Schals und Stulpen pro Monat und dann schon wieder was Neues?” Na ja, man wird ja wohl mal zwischendurch Hunger kriegen dürfen, oder? Und deshalb dachte ich mir, guck doch mal, wie das so ist mit dem Brotbacken.

Schuld ist – wie so oft – das Internet. Kaum surfe ich mal wieder fröhlich in den digitalen WWWogen, schon treffe ich auf die tollsten Brotfotos. Ach, denke ich, das wär´s ja! Kann so schwer ja nicht sein. Oma, Gott hab´sie selig, hat früher auch manchmal selbst Brot gemacht. Die Oma wiederum war übrigens schuld (ja, ausnahmsweise mal nicht das Internet. Wie auch, gab´s ja da noch gar nicht), die Oma also war schuld dran, dass ich lange Zeit dachte, Brot k a n n man gar nicht daheim backen. Denn Oma brachte ihr Brot noch im Gärkörbchen zum Bäcker in die Backstube. Dort wurde es dann gebacken. So lief das. Und ich schnappte wohl irgendwie dabei auf: Brot kann man nicht daheim backen, der heimische Backofen tut´s nicht.

Brotbackautomaten, die irgendwann aufkamen, haben mich nie interessiert. Noch so´n Ding, das in der Küche rumsteht und Platz wegnimmt? Nö! Aber diese Brotfotos da im Netz, da war´s dann jedenfalls geschehen. Lange Rede, kurzer Sinn. Zum Jahresanfang gab´s im Hause Muschelglimmer einen guten Vorsatz, der da lautete: Sauerteig ansetzen! Aus dem Vorsatz wurde innerhalb von fünf Tagen ein gelungener Ansatz beziehungsweise Sauerteig und seit dem habe ich hier einen neuen Mitbewohner, der regelmäßig gefüttert und beschäftigt sein will.

Das mit dem “Kann so schwer nicht sein” musste ich inzwischen korrigieren. Einerseits ist es tatsächlich kein Hexenwerk, das Brotbacken. Andererseits, sooooo einfach isses nu´auch wieder nicht. Es kommen, wenn man nicht gerade unfreiwillig die Granitausgabe fertigt, gleich lecker duftende, essbare Ergebnisse dabei rum. Allerdings hat Teig auch ein nicht zu unterschätzendes Eigenleben, das der eifrige Brotbackanfänger erst kennen- und beherrschenlernen muss.

Ruckzuck holt man also ein leckeres Weizenmischbrot aus dem Ofen. Von der einen Seite ganz nett anzusehen….

….aaaaaber die andere Seite, öha!

Macht nix, die Krume ist locker.

Noch was Schönes neben dem gratis Raumduft in der ganzen Wohnung beim Backen: Eventuelle Misserfolge können im Allgemeinen einfach aufgefuttert werden. Ja, da guckt jeder Schreiner neidisch, der kann das nicht! Aber was heißt hier auch Misserfolg? Ich habe mir sagen lassen, selbst erfahrenen Bäckern passieren Brotfehler, so wie auch dem langjährigen Strickass mal ein Projekt danebengeht, weil das verstrickte Garn sich anders verhält als erwartet.

Apropos Stricken. Tu ich auch wieder. Weil ich nicht gleich an den Socken weiternadeln wollte, die tatsächlich auch schon eine Weile *hüstel* angefangen im Strickkörbchen liegen, habe ich ein kleines Tuch angeschlagen. So als Fingerübung. Und zum Proben, ob ich die rechten und linken Maschen noch kann ;-)

Nun denn, langsam und gemütlich geht´s weiter. Hier, auf´m Sofa beim Stricken, in der Küche beim Backen und wer weiß, was mir noch so alles einfällt. Vielleicht habt Ihr ja Lust, wieder mitzulesen. Ich würde mich freuen.

Blaue Kluntje

Von Muschelglimmer - 08.Juni 2011, 10:50 Uhr

Vielleicht kommt´s davon, wenn man zu viel Ostfriesentee trinkt. Ihr kennt Ostfriesentee? Eine ausgewählte Mischung von Schwarztees, getrunken mit Kluntje und Sahne. Sehr lecker! Als ich Anfang April mit dem Laceschal begonnen habe, war ich in Ostfriesland und habe entsprechend auch täglich Ostfriesentee getrunken. Und wie ich mir das Muster so angucke und die Kluntjes in der Zuckerbüchse, da konnte ich gewisse Ähnlichkeiten nicht übersehen. Deshalb heißt der Schal nun “Blaue Kluntje”.

An der Farbe erkennt man es schon, das ist wieder eine Auftragsarbeit von und für meine Schwester.

Gestrickt aus Drachenwolle-Lacegarn mit 4,5er Nadeln ist das Tuch genau 88 Gramm schwer und misst ca. 180 cm x 38 cm. Ursprünglich heißt das Muster “Silvester” und ist von Anna Dalvi.

Übrigens, Ostfriesentee trinke ich natürlich nicht nur in Ostfriesland, den mag ich auch daheim gerne.

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